Schloss Auel Historie
Schloss Auel, anno 1391 als Wasserburg unter Peter van me Auel erstmals urkundlich genannt und später als Familiensitz derer von Meuchen und derer von Proff zu Menden in den Annalen erwähnt, erhielt in der Barockzeit seine heutige, dreiflügelige Form und kam in den Besitz des Marquis Philippe de la Valette St. George, dessen Großvater Jean-Paul als junger Offizier im 18. Jahrhundert nach Köln gekommen war. Nach seiner Heirat mit Gertrude van Snyders, der Tochter des niederländischen Malers, hatte er sich in der Nachbarschaft von Auel auf Burg Sülz niedergelassen.
Die dem französischen Uradel entstammende Familie von la Valette St. George - Nachfahren der Herzöge von Rouergue - nennt als ihren wohl berühmtesten Sproß den Admiral und Großmeister des Johanniter- und späteren Malteserordens Jehan de la Valette, der die Insel Malta im Jahre 1565 heldenmütig und erfolgreich gegen den Türkeneinbruch unter Soliman II, verteidigte und zu dessen Ehren die von ihm gegründete, zum Großteil erbaute und nach dem Vorbild von Rhodos befestigte Hauptstadt von Malta La Valetta heißt. Sein Schild, zahlreiche alte Stiche und Gemälde sowie umfangreiche Werke in der Bibliothek des Schlosses künden dem Besucher von den Großtaten des Ahnherrn.
Im November 1811 hielt Napoleon sich für kurze Zeit anläßlich einer Inspektion der Rheinarmee in Auel auf. Der große Korse nächtigte unter dem Baldachin desselben Bettes, in dem auch heute noch der Hotelgast seine Glieder strecken kann.
Historie und Histörchen verflechten sich. Zar Alexander machte auf seiner Reise von Rußland nach Paris zum Abschluß der Heiligen Allianz im Jahre 1815 Station im Aggertal. Kaiser Wilhelm II. war oft gesehener Gast, während der Kronprinz in Bonn studierte und der Geheime Medizinalrat Professor Dr. Freiherr Adolf von la Valette St. George, der die deutsche Staatsbürgerschaft annahm, Rektor der dortigen Universität war.
Aus dieser Zeit stammen verschiedene Anekdoten: So soll ein Mitglied der kaiserlichen Familie den damaligen Gärtner von Schloss Auel gefragt haben, warum denn die Seerosen auf dem Teich so große Blätter aufwiesen. August, der Gärtner, soll geantwortet haben: Do jon de Fische dronger, wenn et räänt (Da gehen die Fische drunter, wenn es regnet).
Gekrönte Häupter, klingende Namen, liebenswerte Gäste! -Damals wie heute. Sie alle fanden das Kleinod im Aggertal mit seiner wohltuenden Ruhe, seiner unverwechselbaren Atmosphäre; denn jahrhundertealter Tradition entsprechend ist das noch im Familienbesitz befindliche und seit 1951 als Hotel-Restaurant geführte Schloss eine Stätte der Gastlichkeit geblieben, die heute ihre Tore jedem Besucher öffnet.
1991 wurde Schloss Auel aufwendig und stilvoll renoviert. Alle Hotel- und Badezimmer wurden zeitgemäß und dennoch traditionell ausgestattet. Das Restaurant und die Banketträume strahlen im Glanz alter Zeiten.
Küche und Keller wetteifern in dem weithin anerkannten Bemühen, dem Gast seinen Aufenthalt in den historischen Mauern auch zum lukullischen Erlebnis werden zu lassen. Spezialitäten wie Wild, Wildgeflügel, Forellen und Karpfen, teilweise aus eigenen Revieren und Gewässern, gehören zu den besonders empfehlenswerten Gaumenfreuden. Die Speisekarte bringt ein kleines, ausgesuchtes und ständig wechselndes Angebot frisch zubereiteter Gerichte.
Wer sich zum Zwiegespräch einfinden will, wer in fröhlicher Runde feiern möchte, oder wer sich einfach im Vorbeigehen auf der B 484 vom lustigen Kaminfeuer anlocken läßt, der dürfte hier nicht enttäuscht werden. Ein wenig Zeit sollte er allerdings mitbringen, Zeit zum Entspannen, zum Verweilen, zum Geniessen...
In den neu konzipierten Tagungsräumen mit erstklassiger technischer Ausrüstung sind alle Voraussetzungen für konzentriertes Arbeiten in wohltuender Atmosphäre geschaffen.
Und wer im Park den Schatten der uralten Blutbuchen aufsucht und genau hinhorcht, was das alte Schloss nur den ihm schon so lange vertrauten Bäumen erzählt, mag ihm vielleicht das eine oder andere Geheimnis entlocken.
Wer jedoch könnte in Auel weilen, ohne einen Blick in die Schlosskapelle mit ihrem herrlichen Rokokoaltar und den schönen Gemälden aus dem 16. und 17. Jahrhundert zu tun! Und welches junge Paar könnte dem Zauber des Gedankens widerstehen, hier seine Hochzeit zu feiern?
Schloss Auel, seit 40 Jahren ein Ort der Begegnung zu persönlichen, geschäftlichen und öffentlichen Anlässen, ist der Rahmen schlechthin für Feierlichkeiten und Tagungen. Doch auch dem Einzelgast, der Ruhe und Erholung sucht, bietet es in landschaftlich reizvoller Umgebung die individuelle Berücksichtigung seiner Wünsche.
SCHLOSS AUEL HOTEL RESTAURANT GMBH 53797 LOHMAR-WAHLSCHEID Tel:02206-6003-0, Fax: 02206-6003-222,
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